pico coaching | Mit Hund und Fahrrad unterwegs
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Mit Hund und Fahrrad unterwegs

Die Temperaturen steigen, der Regen wird weniger und viele zieht es immer öfter nach draußen. Vielleicht haben Sie auch schon daran gedacht, mit Ihrem Hund Fahrrad zu fahren. Durch die gleichmäßige Bewegung wird das Herz-Kreislaufsystem trainiert, die Muskulatur aufgebaut und ganz nebenbei Kraft und Kondition trainiert. Und last but not least: Sport macht gute Laune! Damit das Fahrradfahren für Sie und Ihren Hund ein schönes Erlebnis wird, habe ich Ihnen ein paar Informationen rund ums Radfahren mit Hund zusammengestellt:

  1. Gesundheitliche Grundvoraussetzungen

Erst wenn Skelett, Muskulatur, Bänder & Sehnen fertig entwickelt sind, ist Ihr Hund bereit für körperliche Belastungen. Bei kleinen Hunderasse ist das im Alter von ca. 10-12 Monaten, bei größeren Rassen erst mit 18-24 Monaten.

Für alte, übergewichtige oder gesundheitlich angeschlagene Hunde ist Radfahren sicherlich nicht die geeignete Sportart. Und wenn Ihr Hund unter Schmerzen leidet ist Radfahren auf jeden Fall tabu.

Weiterhin empfehle ich, bei kleinen Hunden mit langem Rücken oder großen, schweren Hunden sowie bei kurzschnäuzigen Rassen auf das Laufen am Fahrrad zu verzichten.

Grundsätzlich ist ein Tierarzt-Check sinnvoll und ratsam, bevor Sie mit dem Fahrradtraining anfangen.

  1. Die richtige Vorbereitung vor dem Training

Füttern Sie Ihren Hund erst nach dem Training, da sonst die Gefahr der Magendrehung besteht und das Herz-Kreislaufsystem zusätzlich belastet wird. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund ein gutsitzendes Geschirr trägt.

Idealerweise starten Sie mit dem Training in reizarmer, ruhiger Umgebung. Wichtig ist auch ein weicher, federnder Untergrund da dieser am gelenkschonendsten ist. Bei Asphalt und Schotterwegen ist die Belastung auf die Gelenke deutlich höher.

  1. Das Training am Fahrrad

Erste Schritte

Wichtige Voraussetzung für das Laufen am Fahrrad ist, dass Ihr Hund locker an der Leine läuft. Dies können Sie z.B. beim Joggen trainieren. Ihr Hund gewöhnt sich dabei daran, dass er auch bei höherem Tempo neben Ihnen läuft und Sie können ganz nebenbei die aktuelle Ausdauer Ihres Hundes überprüfen.

Wenn Ihr Hund das Fahrrad noch nicht kennt, starten Sie am besten zu Fuß mit Rad und Hund. So kann sich Ihr Hund daran gewöhnen ausreichend Abstand zu Pedalen und Rädern zu halten. Führen Sie Ihren Hund dabei von Anfang an auf der rechten Seite.

Jetzt kann es losgehen

Sobald Ihr Hund sich entspannt und angstfrei neben dem Rad bewegt, können Sie mit dem Training anfangen.

Beginnen Sie zunächst mit zwei Minuten Radfahren in Trab-Geschwindigkeit, dann einer Minute Radfahren in Schritt-Geschwindigkeit und dann wieder 2 Minuten Radfahren in Trab-Geschwindigkeit. Die Trab-Geschwindigkeit ist für Ihren Hund am besten, denn sie ist die energiesparendste und schonendste Gangart. Lassen Sie Ihren Hund nicht neben dem Fahrrad galoppieren, da sich Ihr Hund dabei sehr schnell verausgaben kann.

Ihr Hund lernt durch das langsam aufbauende Training, sich Ihrem Tempo anzupassen und auf Sie zu achten. Wenn Sie merken, dass es Ihrem Hund zu anstrengend wird, machen Sie zwischen den Tempi-Wechsel immer eine Minute Pause, in der Ihr Hund schnüffeln und sich lösen kann. Die Trainingseinheit können Sie 2-3-mal pro Woche wiederholen (mindestens ein Tag Pause zwischen den Trainingseinheiten).

Wenn alles gut läuft, Ihr Hund mit Spaß und Begeisterung dabei ist und mit der Anstrengung gut zurecht kommt, können Sie jede Woche fünf Minuten länger trainieren. Versuchen Sie nach und nach die Trab-Einheiten zu verlängern (z.B. in der 2. Woche fünf Minuten Trab, zwei Minuten Schritt und drei Minuten Trab), denn für die Steigerung der Ausdauerleistung ist gleichbleibendes Lauftempo effektiver. Achten Sie unbedingt darauf, Ihren Hund nicht zu überfordern. Weniger ist oft mehr!

Nach ca. 6-8 Wochen haben Sie eine Trainingsdauer von ca. 30 Minuten erreicht. Das sollte in der Regel reichen, um die erste kleine Radtour zu starten und bei regelmäßigem Training 1-2-mal pro Woche die gewonnene Ausdauer zu behalten.

  1. Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:
  • Lassen Sie Ihren Hund nicht neben dem Fahrrad galoppieren.
  • Bei Temperaturen über 20°C ist Fahrradfahren tabu!
  • Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr.
  • Beobachten Sie während und nach dem Training Ihren Hund aufmerksam. Passen Sie das Training ggf. an, sollten sich Erschöpfungszeichen oder Muskelkater zeigen. Brechen Sie bei Verdacht auf Verletzungen oder Schwäche das Training sofort ab und lassen Ihren Hund vom Tierarzt durchchecken.
  • Selbstverständlich sollte der Hund vor und nach dem Radfahren ausreichend Zeit und Gelegenheit haben, sich zu lösen!

© Birgit Krüger

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Webseite von Birgit Krüger